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Grundlage - aber mehr auch nicht
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Klinikleitfaden Psychiatrische Pflege (Taschenbuch) Viele dieser angeschnitten Bereiche sind recht kurz und teilweise sehr unkritisch präsentiert. Teilweise sind Aussagen verwirrend, z.B. wird erwähnt, dass Funktionspflege zu kurz greift und man deswegen neue Konzepte entwickelt hat, wie die Bereichspflege, die nach Funktionspflege und ganzheitlicher Pflege geleistet werden kann. Ersten ist Bereichspflege meist nur Funktionspflege im Kleinen (Mischo-Kelling, 1999) und zweitens ist ganzheitliche Pflege in diesem Zusammenhang Begrifflich falsch interpretiert. Dies führt sich bei der Abgrenzung Primary Nursing und Bezugspflege noch weiter fort, es gibt hier keine Abgrenzung und teilweise werden Aussagen gemacht, die einfach falsch sind: z.B. beim Primary Nursing findet Übergabe am Bett statt. Das eine steht mit dem anderen nicht in Kausalzusammhang. Literaturangaben z.B. zu Kistner aus dem eigenen Verlag fehlen auch hier, wie auch eine Quellenangabe zu Manthey und Ersser/Tutton wünschenswert gewesen wäre. In anderen Kapitel werden Zitate von z.B. Watzlawick gemacht, ohne dies anzugeben, es werden Methoden aus dem NLP aus dem Zusammenhang herein gebracht, wie auch von Milton Ericsson, ohne Quellen oder Zitatangaben. Ingesamt gibt es kaum Literaturhinweise und Quellenverweise vermisst man völlig - auch Hinweise für weiterführende Literatur sind nicht vorhanden. Man merkt deutlich, wenn bei anderen Kapiteln andere Autoren am Werk waren, wie z.B. zu den Psychotherapieverfahren, dort finden sich Quellenangaben und umfangreiche Literaturangaben, aber leider nur dort. Das Buch bezieht sich auch nur auf Roper, Logan, Tierney ohne die Erweiterung für die Psychiatrie von Abderhalden dieses Modells zu berücksichtigen. Modelle wie das von Peplau zur Interaktion zwischen Pflegenden und Patienten, der Problemorientierte Lösungsansatz von King oder gar andere Modelle bleiben unerwähnt. Das das Modell von Roper, Logan, Tierney nur begrenzt in der Psychiatrie einsetzbar ist, bleibt unkritisch stehen. Das Buch ist wie die meisten Bücher zur psychiatrischen Pflege auch der Ausrichtung nach dem medizinischen Kategoriekonzept treu geblieben, eine Gliederung nach Pflegephänomenen fehlt, wie auch eine Auseinandersetzung mit Pflegediagnostik (NANDA ist kurz erwähnt) und wissenschaftlichen Grundlagen ebenso (EBN, Forschung etc.). Zusammenfassend kann man sagen, dass es ein recht gutes Buch für Anfänger in der Psychiatrie ist, die allerdings das Werk nicht unkritisch lesen sollten, da sie ansonsten Sichtweisen annehmen, die später nicht zu ändern sind (z.B. dass es für Psychiatrie durchaus mehr als ATL's gibt). Einem irgendwie gearteten wissenschaftlich Anspruch kann das Buch nur in geringen Ansätzen gerecht werden, wobei schon allein die Grundlagen von Zitaten und Quellen völlig missachtet werden.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 30. Oktober 2004 | | |
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